Mai 2012

 

Das Buch ist noch druckfrisch, ich blättere es durch, sehe mir die Fotos an und bekomme wieder Sehnsucht nach Afrika: Sehnsucht nach den roten Laterit-Pisten und den Garküchen, Sehnsucht nach den Menschen. Mir fehlt ihre ansteckende Lebensfreude, ihre Begeisterung für Musik, ihr Tanz durchs Leben. Mir fehlt ihre Neugier, ihre Nachdenklichkeit, ihr Ernst. Trotzdem bin ich weit davon entfernt, das Leben der Menschen oder meine Reise zu verklären. Ja, sie war fantastisch und aufregend, aber sie war auch immer wieder nervenaufreibend. Ich war unterwegs ständig hin- und hergerissen. Mal wollte ich bis ans Ende meiner Tage in Afrika bleiben, im nächsten Moment nur möglichst schnell wieder weg. Eben noch war ich unendlich begeistert, kurz darauf niedergeschlagen, verzweifelt, wütend. Nie zuvor hatte ich eine solche Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Und nie zuvor bin ich so oft an meine Grenzen gestoßen…   mehr